Montag, 19. März 2012

Eltern - Kind - Blogparade : Aufgabe 10

Und weiter geht es mit der Eltern - Kind - Blogparade.

Dieses Mal kommen wir zum Thema:

Wie steht es um die Kinderfreundlichkeit in eurem Land? Wie gut ist eure Betreuungssituation? Wie verhält es sich mit staatlichen Leistungen rund ums Kind (Kindergeld, Elterngeld etc.), sind diese ausreichend, sollten die Leistungen höher sein, niedriger? Wie kinderfreundlich ist eure Stadt? Euer Dorf? Kommt ihr mit dem Kinderwagen in jedes Geschäft? Was haben wir anderen Ländern voraus, wo hinken wir hinterher? Was sind eure ganz persönlichen Erfahrungen zum Thema Kinderfreundlichkeit / Kinderfeindlichkeit? Brauchen wir kinderfreie Zonen? Kinderfreie Urlaube? Wo werden Kinder diskriminiert? Oder werden sie es gar nicht? Erzählt es mir!

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Aber nun zum Thema. Sehr schwer mal wieder.

Tja, meiner Meinung ist Deutschland nicht gerade ein kinderfreundliches Land.  Klar gibt es Kindergeld, Erziehungsgeld und und und. Kinder werden heutzutage gefördert. Meine Kinder wurden geboren, da gab es das "alte" Erziehungsgeld noch.

Finanziell finde ich, könnte man noch mehr machen. Ich habe jetzt zwei Kinder die zur Schule gehen. Wir haben hier das Ausleihverfahren. Dh. wir können die Schulbücher ausleihen. Bei zwei Kindern geht das aber auch ganz schön ins Geld. Bei meinem Großen (5. Klasse Oberschule) waren es 59 Euro in diesem Schuljahr und bei meinem Kleinen (er ist in der 1. Klasse) "nur" 6,00 Euro. Hinzu kommen aber noch die Bücher, die man selber kaufen muß. Bei meinem Kleinen waren das auch mal eben 60 Euro. Von den Materialien ganz zu schweigen. Kinder kosten Geld, das war mir bewußt. Aber ich finde es schon schade, das man bei der Bildung nicht mehr finanziell unterstützt wird.

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Dann das Problem mit der Betreuung der Kinder. In der Schule kein Problem, dort wird eine Betreuung angeboten. Aber hat nicht der Kindergarten im nächsten Ort wieder einige Gruppen geschlossen? Bei uns im Dorf haben wir auch einen Kindergarten. Dort sind meine Beiden auch hingegangen. Damals gab es da noch eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe. Leider wurde seit letztes Jahr die Nachmittagsgruppe dort auch geschlossen. An sich traurig.

Heutzutage als Mutter arbeiten zu gehen, ist schon manchmal ein Kraftakt. Ich habe leider noch keinen Job gefunden, der kinderfreundlich ist. Ohne Oma und Opa geht eigentlich gar nichts heutzutage. Finde ich eigentlich schade. Früher war meine Mutter zuhause und mein Vater hat das Geld nach hause gebracht. Das ging. In der heutigen Zeit ist das schwer.

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Wir wohnen hier ja in einem relativ kleinen Dorf. Hier ist man natürlich kinderfreundlich. Ich hatte hier auch nie Probleme. Wenn ich dann mal irgendwo auswärts hin mußte zum einkaufen, dann hatte ich ja das Auto. In den Geschäften bei uns gibt, es Einkaufswagen wo man Maxi Cosi und Co festschnallen kann.

Im Urlaub hatten wir allerdings mal ein fieses Erlebnis: Wir sind sparzierengegangen durch unseren Urlaubsort und meine Kinder rannten halt so auf dem Bürgersteig bzw. Radweg entlang. Wie Kinder eben so sind. Da kam dann ein Radsportler mit heftigem Tempo angefahren - geradewegs auf meine Kinder zu. Geht voll in die Bremse und schreit meine Kinder an - vor allem meinen Lütten - was die hier auf dem Radweg zu suchen haben. Boah ich bin ja ausgetickt, niemand, aber auch wirklich niemand schreit meine Kinder an. Mein Kleiner war natürlich am heulen. Am liebsten wäre ich auf den Kerl los, aber ich konnte mich dann doch beherrschen. Manche denken echt, denen gehört die Welt. Dürfen Radsportler eigentlich mit einem so hohen Tempo auf dem Fahrradweg innerhalb des Ortes fahren???? Tja.

Ich denke, kinderfeindliche Personen gibt es leider viele auf der Welt. Aber auch kinderfreundliche.

Bislang konnte ich eigentlich nicht klagen. Und wenn mir mal einer doof kommt, komme ich eben doof zurück.

So, das wars von mir. Heute bin ich ehrlich gesagt nicht so bei der Sache. Habe erfahren, das wohl meine Mandeln herausoperiert werden müssen....*ganzdollangsthab*

Kommentare:

  1. Ausleihverfahren? Jetzt bin ich platt!
    Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken über Schulbuchkosten gemacht, denn bei uns gibt es Lernmittelfreiheit. Die wurde zwar schon ein wenig aufgeweicht, aber im Wesentlichen gilt: Für Schulbücher muss man nichts zahlen. Und so sollte es auch sein, schließlich geht es um die Bildung.

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    1. Man, da habt ihr des echt gut. Ich verstehe auch nicht, warum diese Lernmittelfreiheit nicht Deutschlandweit gilt, sondern von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird. Gemein sowas.

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  2. Blöde Radfahrer, das denke ich mir auch oft, die sind sooo rücksichtslos manchmal

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  3. Oh weih, an die Schulbücher hab ich ja noch gar nicht gedacht. Na kommt auch noch was auf uns zu. Ich weiß nun wirklich nicht, ob wir uns auf die Schulzeit freuen sollen :)

    LG Romy

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  4. Hi Du,
    Ja aber warum werden die Kindergartengruppen geschlossen, hast du mal gefragt? Wenn der Bedarf nicht da ist, gehen die zu. Bei uns ist das so mit der Schülerbetreuung und Mittagstisch. Wird das nicht ausreichend genutzt, so kommt das nicht zustande.
    In der Schweiz, zum Beispiel, gibt es nach der Entbindung "nur" 3 oder 4 Monate Elternzeit und dann müssen diese Mamas wieder arbeiten gehen.
    Grüßle jassi

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  5. Also meine Bücher damals in der Schule waren alle geliehen und ich bin mir sicher das meine Eltern nichts dafür bezahlt haben. Wie das nun heute ist weiß ich nicht und ich hab jetzt schon Angst vor den immensen Kosten die da auf einen zukommen

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  6. Vielen Dank für deinen Beitrag :-)
    Und keine Angst vor den Mandeln, ist halb so wild, musst nur viel Eis essen danach.

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  7. Hier in NRW ist es so: besuchen z.B. nachmittags nur wenige Kinder den Kindergarten, erhält der Einrichtung weniger Personalstunden. Die Nachfrage bestimmt eben das Angebot und wenn das Nachmittagsangebot nicht und nur sporadisch genutzt wird, werden Erzieherstunden gekürzt und der Nachmittagsbereich wird irgendwann nicht mehr besetzt.
    Ich denke, dass das in anderen Bundesländern ähnlich ist. In den ländlich gelegenen Kitas sind die Öffnungszeiten ja oft auch ganz anders, als in Großstädten.
    Ebenso haben wir hier die Lehrmittelfreiheit (ich finde es immer noch unbegreiflich, dass Bildung und Erziehung Ländersache und nicht Bundessache sind). In der Grundschule zahlen wir pro Schuljahr 12 Euro pro Kind und in der weiterführenden Schule sind es jetzt 30 Euro. Davon werden dann Lehrmittel angeschafft, die die Kinder auch behalten dürfen.

    Das mit dem Radfahrer ist auch unmöglich. Da hätte ich auch meinen Mund nicht gehalten.
    Meine Tochter ist kürzlich auf dem Gehweg von einem jugendlichen Radfahrer fast angefahren worden. Der hat sich dann auch noch beschwert, dass er ausweichen musste. Ich habe ihm nur hinterher gerufen, dass genau aus dem Grund große Kinder auf der Straße fahren müssen. ;)

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  8. Wie wahr, wie wahr.

    Bei vielen Sachen kann ich dir nur zustimmen.
    Ich bin auch Teilzeit berufstätig, habe über 1 Stunde Fahrzeit zur Arbeitsstelle und ohne Oma/Opa usw. wäre das ganze gar nicht möglich.
    Da die Zeiten von Kindergarten und auch Schule nicht wirklich so toll sind.

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